meine Fotografie

Die Wurzeln meiner Fotografie reichen zurück bis ins zarte Alter von 7 Jahren,  wo ich von meinem Vater zum Geburtstag eine damals schon alte und gebrauchte Spiegelreflex-Kamera - eine Praktika Nova I - und ein paar Schwarz-Weiß Filme bekam. Sehr schnell kristallisierte sich für mich heraus, dass man die begehrten Filme zwar recht günstig erwerben, aber sehr teuer (und auch nicht immer den gewünschten Ergebnissen entsprechend) entwickeln lassen musste... dazu kam natürlich die Neugier und Ungeduld, bis man die Abzüge im Fotogeschäft abholen konnte.

Dazu kam, dass viele Gestaltungsmöglichkeiten direkt beim Fotografieren gar nicht möglich waren und ich natürlich auch nicht wollte, dass die freundliche Bedienung mit dem zauberhaften Lächeln wissenden Blickes meine Gehversuche über den Ladentisch reicht. Schon lange war ich Stammgast in der Bücherei und mir wurde klar: ich brauche eine eigene Dunkelkammer... doch daraus wurde erst einmal nichts. Erst ein paar Jahre später löste ein Bekannter eines Freundes meiner Tante seine Dunkelkammer aus Altersgründen auf und ich konnte diese sehr günstig samt Chemie und noch ein paar Bögen Fotopapier erwerben.

Von nun an gab es kein Halten mehr! Fotografiert wurde alles, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Bienchen, Blümchen und Sonne, Mond und Sterne... und mit meiner ersten festen Freundin wurde dann auch sie verfotodomselt! Ich konnte und wusste damals schon recht viel, ein Blick in den Himmel sagte mir "okay, bei ISO 400 geht 1/125s und Blende acht" (alte Regel: wenn die Sonne lacht, nimm Blende acht") ...und ich hatte natürlich auch schon Bücher über Akt-Fotografie.

Viele Jahre später, klein Thomas hatte inzwischen schon eine recht interessante und kurvenreiche berufliche Laufbahn hinter sich, wurde aus der Fotografie eine Berufung: zu der Zeit baute ich viele Webseiten, weil plötzlich jeder Krauter um die Ecke "im Internet" sein musste und Fotografen waren teuer, schwer zu buchen und... auch nicht alle wirklich fähig - oder sie wussten einfach nicht, was ich wollte... oder was auch immer... auf jeden Fall begann ich dann, meine Fotografie auch dort zu leben... waren es die obligatorischen "Chef steht neben seiner Sekretärin am Empfang" Bilder, oder auf neudinglish "Food-Design", oder einfach Firmengebäude. 

Dann kam die nächste einschneidende Veränderung: nachdem längst die alte Praktika mehreren Olympus OM-10 und OM-1  gewichen war, kam der Siegeszug der Digitalkameras. Okay: Bildbearbeitung hatte ich schon lange gemacht, in Print und Web ginge es auch gar nicht ohne, aber die alten Digitalkameras mit ihrer geringen Auflösung und dem miesen Rauschverhalten erinnerten eher an Fotoplatten von 1890, anstatt einem "modernen" Kleinbildfilm... doch irgendwie war mir klar, dass die Digitalkameras die Zukunft bedeuten würden - und so machte ich brav das Wettrüsten der Kamera-Hersteller mit, bis ich dann endlich bei den heute bekannten DSLR und bei Canon landete.

Erst noch viele Jahre später, im Jahr 2017, kam ich zum "TfP-Fotografieren" ...und stellte fest, dass ich zwar technisch supertoll war und auch vor Kreativität kaum noch gerade stehen konnte, aber keine wirkliche Bindung zu Models hatte. Klar: beruflich hatte ich schon lange Models gebucht, kurze Besprechung, erklären was man will... und Models, die hunderte oder tausende Euro am Tag verdient haben, wussten genau was sie zu tun und sich passend in Scene zu setzen hatten. Beim TfP Shooting war es anders. Da war die Hausfrau Lieschen Müller, die noch nie wirklich Körperspannung hatte, da war Katrin Klein, deren dezentes Abend-MakeUp auf den Bild nicht einmal mehr erkennbar ist. Und spätestens wenn es in den Akt-Bereich ging, kam ich mit meiner nüchternen Fotografen-Logik gar nicht mehr weiter.

Und so kam es, dass ich das erste Mal nach vielen Jahren wirklich lernen musste: lernen, mit Models umzugehen. ABER es hat Spaß gemacht, es war eine Herausforderung... und ich LIEBE Herausforderungen - je größer, je besser! Und so hat sich meine Liebe zur TfP-Fotografie entwickelt... und der Grundstock zu einer wunderbaren neuen Facette meiner Freizeit.

Jetzt shoote ich als "alter Hase" inzwischen einige Jahre mit Hobby-Models und das Feuer ist nicht erloschen. Meine Kreativität mit der "Frau von nebenan" umzusetzen ist zu meiner größten Herausforderung, aber auch meinem größten Hobby geworden...

Warum es auf meinen Bildern keine Wasserzeichen, Logos oder Copyright-Informationen gibt

Der Sinn eines TfP-Shootings sollte eine Win-Win Situation für Model, Fotograf und oft auch Visagist sein. Das Model wirft sein Antlitz, der Fotograf sein Können und die Ausrüstung in die Waagschale. Beide können die Fotos zu Werbezwecken und privat nutzen – und wenn man das vertraglich regelt, können die Fotos auch kommerziell genutzt werden und teilt sich die Beute…

In meinen Augen hat es sich bei vielen TfP-Verträgen zu einem Ungleichgewicht zugunsten des Fotografen entwickelt: der Fotograf hat alles, das Model ist zum Bittsteller degradiert.

Oft muss das Model ewig hinter den Bildern her laufen, bekommt dann nur mit Fotografen-Logo/ oder -Wasserzeichen versehene Bilder und die dann auch nur in "Briefmarken-Größe". Wenn das Model Pech hat, geht der Fotograf sogar noch dagegen vor, wenn seine "Kunstwerke" vom Model beschnitten werden (oft ganz unverschuldet dank Instagram &Co)...

Mit der Fotografie ist es wie mit vielen Dingen im Leben: man kann noch so viel Werbung machen, noch so viele Logos auf Bildern platzieren – Kunden gewinnt man durch Können, durch Mundpropaganda, dadurch, das man gut ist.

Selbstverständlich wird es immer wieder Models geben, die den Fotografen nicht nennen (was ich im übrigen genauso asozial finde) – mit denen macht man dann halt keine Shootings mehr… aber sich darüber aufregen… im Ernst… ich bin fast 50 Jahre alt – mein Leben ist mir ehrlich zu schade, um an einem Herzinfarkt zu sterben.

Meine Models bekommen:

  • bis zu 10 bearbeitete Bilder in Web-Größe ohne Logos oder Wasserzeichem
  • bei Bedarf und nach Absprache erstelle ich jeweils eine zensierte und unzensierte Version
  • diese Bilder ebenfalls in voller Auflösung, wie ich sie bearbeitet habe zum Ausdrucken
  • alle Bilder vom Shooting unbearbeitet in Web-Größe für die eigene Nutzung als Profilbild oder ähnliches
  • alle Bilder vom Shooting unbearbeitet zum Aussuchen für die Bearbeitung

Ich behalte mir selbstverständlich vor, unvorteilhafte, rechtlich bedenkliche, oder technisch fehlerhafte Bilder vorher zu löschen (das heißt, auch ich nutze sie dann nicht) um das Model und mich zu schützen.

Meine Models müssen:

  • mich als Fotografen nennen und soweit technisch möglich markieren
  • einen Modelvertrag mit mir besprechen und unterzeichnen
  • jede kommerzielle Nutzung vorher mit mir absprechen und vertraglich fixieren

Fertig.