Ein seltener Fang...

Hunderte Schaulustige standen auf der Ems-Brücke bei Leer, um diesen seltenen und gleichermaßen attraktiven Fang zu bewundern, der seit Urzeiten schon seine Geschichten um die Seefahrt spinnt...

Es war wohl für uns alle ein denkwürdiges "Studio-Shooting" in der Scheune... und für die Bearbeitung der anderen Bilder bin ich noch auf der Suche nach passendem Ambiente - und es gibt noch einiges zu zeigen! Hier durfte erstmal ein Bild von der Klappbrücke bei Leer herhalten, welches ich vor vielen Jahren bei der Überführung eines Schiffes aufgenommen habe. Model: Kelly Bell

Fesselnde Freundschaft... oder: wenn der Knoten überspringt...

...man sagt fotografisch von mir, dass man keinen Stil erkennen würde: (ich höre dann immer raus: "ich habe keinen Stil") und es ist auch tatsächlich so. Heute habe ich Lust auf ein saftiges Steak, morgen Sushi und übermorgen Junkfood bei McDoof - warum sollte ich mich beim Fotografieren künstlich einschränken? Ich fotografiere das, worauf ich gerade Lust habe... ob Tiere in der Natur, romantische Portraits, oder auch mal Provokantes bis hin zur PornArt.

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich Patricia und Daniela traf, aber manchmal stolpert man über alte Bilder und fragt sich, warum man sie nie veröffentlicht hat - und von daher gibt es heute mal "alten Kram" aus dem Archiv... vielleicht sollte ich von Zeit zu Zeit mal gezielter stöbern...

Models: Patricia und Daniela

Der Sommer neigt sich dem Ende...

Der September ist schon halb rum und der Oktober ist auch schon ziemlich voll.. aktuell plane ich (erstmal grob) noch ein Shooting am 28.09.2019 - wenn das Wetter mitmacht Outdoor, ansonsten Indoor oder Scheune... Ideen sind viele da und würde ich mit dem/den Model/s gemeinsam noch besprechen... auf jeden Fall *nicht* 08/15 Street, Fashion, nette Portraits... es wird ein Bodypainting geben, oder was mit Haut und Bachlauf, vielleicht Rauchfackeln oder ich lasse eine Elfe im Wald "fliegen" oder FX mit Spiegel... ästhetische Shibari/Suspension in der Natur...

Heute zeige ich Euch nochmal ganz artige Romantik mit der großartigen Svenja Müller, die ich ganz spontan im Wald shooten durfte... nur Kamera, Objektiv und Reflektor... minimal ist maximal:

Model: Svenja Müller "Fashion/Laufsteg Model"
Foto und Bearbeitung: ich
Daten: 1/125s, f/2.8, 105mm, iso 160

Einen weiteren Beschnitt dieses Bildes zeige ich Euch später oder die Tage...

spontane Sprachlosigkeit

Alles was ich über das folgende Bild, ganz viele andere Fotos, die aus einem ganz spontanen "lass uns schnell noch ein paar Bilder machen" Shooting entstanden sind... und vor allem über das tolle Model schreiben könnte, würde dem nicht gerecht werden, wäre nur ein billiger linguistischer Abklatsch dessen, was ich an Ausstrahlung und Wirkung empfinde... vielen Dank, Svenja Müller für Deinen Besuch und das tolle Spontanshooting!

Model: Svenja Müller "Fashion/Laufsteg Model"
Foto und Bearbeitung: ich
Daten: 1/125s, f/2.8, 95mm, iso 100

Diesmal etwas schneller...

...gibt es die S/W Version - und zwar von dem "Breaking the Rules"-Bild aus dem ersten Shooting mit der tollen Lisa... und deswegen gar nicht viele Worte, die an anderen Stellen schon gesagt waren, keine großen Reden... einfach nur Lisa pur in scheinbar nordischer Kühle... aber stille Wasser sind bekanntlich tief...

...und weil ich letztens wieder gefragt wurde: ich habe zwar mehrere Blitzanlagen, aber wie auch diesmal favorisiere ich meine Phottix Indra 500 TTL Blitzköpfe über den Phottix Odin II TTL Funk-Controller, den ich allerdings bis auf wenige Situationen im manuellen Modus und 1/1s bis 1/128s betreibe.

Paradoxien der Seile

Man nennt es Rope-Bondage, (eigentlich fälschlicher Weise) ShibariKinbaku... und oft schlicht Knoten - und es gibt unzählige Techniken, teils sehr traditionell, oder freies Fesseln und manchmal dienen die Seile primär der Kunst und Zierde.

Fesseln - das übt auf uns Faszination aus, manchmal auch Angst und Unsicherheit, prickelnde Erotik...  für viele ist es nur eine heimliche Faszination, denn die Hemmschwelle darüber zu sprechen ist hoch... schließlich gehört das doch für viele ins abgedunkelte Schlafzimmer.

Aber was ist es eigentlich, was diese Faszination auslöst? Es sind die versteckten Paradoxien: Seile nehmen augenscheinliche Freiheit - und schenken sie doch gleichzeitig: die Freiheit, seine Verantwortung abzugeben, die Freiheit, nicht handeln zu müssen... wer kennt nicht das "Pflichtgefühl", Zärtlichkeiten zurückzugeben, wenn man sie erfährt? Seile machen wehrlos, schutzlos, verletzlich - und schenken doch Geborgenheit, umarmen, halten einen... Babys wickelt man in Tücher, um ihnen das geborgene Gefühl vom Mutterleib zu geben...

Die philosophischen und psychologischen Betrachtungen vollständig zu betrachten,  würde sicher jetzt den Rahmen sprengen... was bleibt ist die Faszination... die Faszination der Paradoxien...

Breaking the Rules

Breaking the Rules! Morgens nach dem ersten Kaffee meine Bilder posten, immer erst die "anspruchsvolle" S/W-Version eines Bildes posten, immer erst die "Besten", anspruchsvollsten, reißerischsten posten, um dann festzustellen, dass man seine Bilder immer aufwändiger bearbeiten muss, um noch "Impact" zu bringen...

Schluss damit! Vor einiger Zeit schrieb ich von einem Paradigmenwechsel - und daher zeige ich Euch heute Abend die Farb-Version eines Bildes aus einem tollen Shooting welches fast im "BehindTheScenes" gelandet wäre!

Klassischer Akt - Ode an die großen Meister

Klassischer Akt, verdeckter Akt... die Gratwanderung aus Kunst, Ästhetik, prickelnder Erotik, ohne Obszönität... ohne dabei langweilig zu wirken... seit jeher eine der Königsdisziplinen der Fotografie - bescheiden, eine demütige Ode an die großen Meister dieses Genres, die teilweise sogar noch mit Fotoplatten wahre Wunder vollbrachten.

Model: Stefanie Zavaglia
Foto und Bearbeitung: ich

Schwarz-Weiß als Weg zur Seele

“...When you photograph people in color, you photograph their clothes. But when you photograph people in Black and white, you photograph their souls!...“

Schon Ted Grant wusste, dass Mehr nicht immer besser ist und S/W einfach den Blick auf das Wesentliche lenkt - und so möchte ich Euch dieses Bild hier zuerst in S/W zeigen... ohne Ablenkungen, ohne Dodge&Burn... Tatjana pur - die Tage werde ich Euch auch noch das Bild in Farbe zeigen, was einmal mehr die Macht der Kontraste zeigt. unter diesem Artikel zeige ich Euch beide Versionen noch einmal im direkten Vergleich...

Model: Tatjana Junker

Wenn im Regen die Zeit still steht...

..einmal mehr wurde mir klar, dass ich, dass Du, dass wir alle hier auf dem Planeten nur eine kurze Zeit zu Gast sind. Ob 70, 80, 90... vielleicht sogar 100 Jahre - so ist dies doch, verglichen mit der unvergänglichen Schönheit der Natur ein Fliegenschiss. Aber auch die Natur in ihrer Vielfalt, ihren... ja, auch Individuen... erneuert sich, Bäume kommen und gehen.

Dennoch sehen wir die Natur als Ganzes, wie als einen "Organismus" - in uns sehen wir aber nur das Individuum. Warum eigentlich? Warum bin ich nicht einfach Teil einer umfassenden Schönheit? Warum ist Annett "nur" ein Model - und nicht Teil dieses gesamten Kunstwerkes... "Natur"?

An diesem denkwürdigen Shooting-Tag hat es genieselt, geregnet... Annett lag auf dem Moos des Unterholzes - wir waren alle inklusive der Ausrüstung nass bis auf die Haut - aber wir haben die Natur gespürt wie sonst selten.

Und ja: sie war nackt, kein Stoff, der die Symbiose stört, kein dekorativ verhüllendes Accessoire lenkt davon ab. Dieser Moment hatte kein Blitzlicht-Gewitter, nicht einmal einen einfacher Reflektor... in diesem Moment der Zeit, der Zeit mit der Natur, ihrer Unvergänglichkeit, durfte es nur ihren Ursprung geben.

Vielleicht nehmen wir uns zu wichtig, vielleicht sind wir nur ein Teil des großen Ganzen - wie auch der Baum, der kommt und... ja, der auch geht... und in seinem augenscheinlichen Verderben... uns eine wunderbare Location bereitete...

Model: Annett Hörding-Rohrig

Manchmal bin ich einfach verpeilt...

so bisschen autistischer Sheldon (falls jemand Big Bang Theory kennt)...

Wir hatten ein tolles Shooting in der Heide - und eines der Settings sollt romantisch mit Geige sein... passendes Kleid, mit dem Model habe ich vereinbart, dass ich Ihr Haltung und Pose in Ruhe zeige...

...nahm also die Geige aus ihrem Koffer... routinemäßig die Saiten absolut und zu einander gestimmt...

...beide Models gucken mich irritiert an und fragen, ob man Bilder neuerdings hören könne... ähm... ooops...

Model: Annett Hörding-Rohrig

Grün und Blau

Grün und Blau - Farben sind faszinierend: zwei vollkommen verschiedene Farben, ihre Wellenlänge eindeutig verschieden... und doch malt die Natur, gaukelt... und wir lassen uns täuschen...

Grüne Augen werden oft als magisch, geheimnisvoll, exotisch empfunden. Das mag daran liegen, dass sie statistisch bei uns nicht so oft vorkommen, oder daran, dass Katzen grüne Augen haben... blaue Augen hingegen als klar, als ehrlich, direkt... nordische Typen haben blaue Augen.

Es wäre mit fast nicht aufgefallen (ich muss ja meinem Image als Mann gerecht werden), wenn Annett mich nicht darauf angesprochen hätte: "oh, ich hab ja grüne Augen".

Als Naturwissenschaftler konnte ich natürlich schnell kontern: "das waren die Lichtverhältnisse und die Umgebung" - aber vielleicht steckt ja tatsächlich beides in ihr... und nur hier und jetzt kam es zum Vorschein? Vielleicht steckt einfach ein Stück Katze in ihr... ein Stück Geheimnis... etwas... magisches?

Natürlich konnte ich das nicht auf mir sitzen lassen und möchte Euch beide Versionen zeigen... Grün oder Blau - Lichterspiel der Heide, Magie... oder künstlich geschaffene Realität? Was meint Ihr dazu?

Model: Annett Hörding-Rohrig
Foto und Bearbeitung: ich
Licht-Assistenz: Marina Lange

Rauch-Eskalation im Wald

Es ist jetzt bald zwei Jahre her, seit Sabrina Esch von Once in a Moment mich mit Farben und Glitzer angest... ähm... konfrontiert hat - und da ein Thomas nicht nur selbst-ironisch ist, sondern gleich zum Stilmittel der eigenen Karikatur greift, musste ich es natürlich auch immer mal wieder übertreiben...

...so erging es dann auch Annett bei unserem ersten Shooting(-Marathon) - bei dem ich im Wald die (Rauch)-Bombe platzen lies:

Model: Annett Hörding-Rohrig

Flucht in das Leben

Manch stolpert, um den den Mühlen des Alltages zu entkommen... stolpert, flüchtet... in Onlinespiele, in denen er als wahrer Held für die Freiheit von Azeroth kämpfen, oder der silbernen Göttin Riasina zu huldigen. Wieder andere ertränken ihren Schmerz im Alkohol... aber es sind immer die selben Muster: wir kommen mit unserem Leben, mit unserer Situation, unserer Rolle nicht klar. Er fühlt sich haltlos, es fehlt ein Bezugspunkt, ein Anker... ein Leuchtturm.

Diesen Halt kann Dir die Natur schenken. Splitternackt im Wald... im Moos... den warmen Landregen auf der Haut fühlt sich das Leben auf einmal realer an, als jeder Raid, jeder erhaltene Item-Level, jeder leckere Cocktail.

Wir können dem Alltag nicht dauerhaft entfliehen. Wir brauchen zu Essen, wir brauchen Wärme im Winter... und ja, wir brauchen auch Gesellschaft - aber wir können uns Oasen schaffen, wir können meditieren... gehen wir raus in die Natur, fühlen wir sie... lass sie uns zeigen, was "leben" heißt.

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Das Shooting hinter diesem Bild wäre fast ins Wasser gefallen... wir wären zuhause geblieben, oder hätten ein paar Bilder im Studio mit Hintergrund-System gemacht. Wir haben auf das Wetter geschissen und sind im Regen raus in den Wald, in die Natur... und sie hat uns dafür reich belohnt. Im Studio wären nur... ein paar weitere Portraits entstanden.

Amen

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Model: Annett Hörding-Rohrig

Waldromantik

Feucht-warm war das Moos, der Nieselregen zauberte eine abstrakte Romantik. Das Mädchen war geplagt von der Krankheit unserer Gesellschaft: Hektik ohne Ziel, Fleiß ohne Sinn, rastlos, haltlos, planlos lief sie suchend weiter. Längst vergessen war die vermeintlich unbeschwerte Kindheit, die uns schon früh in die Schubladen der Erwachsenen-Welt zu Pressen vermochte.

Doch die Natur folgt ihrem eigenen Plan... wir brauchen sie, wir können nicht ohne sie - und ohne sie gäbe es kein Uns - da helfen nicht unsere technischen Wunderwerke der neuen Welt, der letzten Jahrzehnte des Fortschritts... die Natur fordert ihren Tribut. wir können niemals mehr als sie zu verletzten in unserem kurzen leben... sie wird überleben, auch uns überleben.

Da erwacht der Baum, an dessen borkiger Rinde sie erschöpft lehnte. Er wusste seit Urzeiten genau, was dem Mädchen aus der fernen großen Stadt fehlte... er ergriff das zarte Geschöpf... genauso nackt, wie sie das Licht der Welt erblickte hielt er sie in unnachgiebiger Macht, beschützte sie, gab ihr Halt, forderte ihre bedingungslose Hingabe und lies sie spüren, was der nun unwirklich verblassende Alltag ihr niemals zu schenken vermochte...

 


Die Idee zu diesem Setting kam mir in der Nacht... er hatte zu tun mit dem Schwermut des Alltags, mit einem Horrorfilm aus der Jugend, mit dem Faible für Fantasy und Natur... und natürlich auch einer Prise Dominanz und Hingabe.

Es war für mich ein Shooting-Marathon, der seinen Ursprung in dem ersten und schon lange überfälligen Shooting mit Annett zusammen mit Marina in der Heide fand und in diesem von Niesel und Schauern geschwängerten Wald sein Finale fand...  mit samt der Kamera, Blitzanlage im Bollerwagen unserer Klamotten... es war am Ende des Tages einfach alles klamm... meine Zauberkraft, dem alten Baume Leben einzuhauchen beschränkte sich zwar auf kräftige Arme und Künste in Bildbearbeitung und dem Zeichnen mit Grafik-Tablett, aber ich denke, das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen!

Model: Annett Hörding-Rohrig

Ein Paradigmenwechsel

"...Lass uns da hinten noch ein paar ohne Rauch machen..."

war beiläufig Tatjanas Wunsch, der zu einem sprichwörtlichen Paradigmenwechsel führte... und ich möchte Euch einladen, an diesem mit mir Teil zu haben:

es war sonnig bis leicht bewölkt und wir hatten eigentlich ein Shooting mit Rauch-Fackeln geplant (und durchgezogen) - und es war mein erstes Shooting mit Tatjana. Es ist nicht so, dass es mein erstes Shooting gewesen wäre. Ich hatte in den letzten 23 Jahren für Aufträge professionelle Models, genauso wie ich die sprichwörtliche "Hausfrau Lieschen Müller" vor der Linse hatte. TfP war für mich der Ausbruch aus dem Alltag. Auftrag, Handwerk, Abnahme, fertig. Ich wollte eigene Ideen umsetzen, kreativ sein, Tabus brechen.

So wirklich richtig klar wurde mir das erst durch dieses Shooting. Es war seit 2017 wie mit "Handbremse"... gewiss: ich hatte genug Power, um trotzdem von der Stelle zu kommen... also nun, genug der Worte, ich wünsche Euch viel Spaß beim Betrachte alter und neuer Bilder, die ich hier Stück für Stück hochladen werde!