Paradoxien der Seile

Man nennt es Rope-Bondage, (eigentlich fälschlicher Weise) ShibariKinbaku... und oft schlicht Knoten - und es gibt unzählige Techniken, teils sehr traditionell, oder freies Fesseln und manchmal dienen die Seile primär der Kunst und Zierde.

Fesseln - das übt auf uns Faszination aus, manchmal auch Angst und Unsicherheit, prickelnde Erotik...  für viele ist es nur eine heimliche Faszination, denn die Hemmschwelle darüber zu sprechen ist hoch... schließlich gehört das doch für viele ins abgedunkelte Schlafzimmer.

Aber was ist es eigentlich, was diese Faszination auslöst? Es sind die versteckten Paradoxien: Seile nehmen augenscheinliche Freiheit - und schenken sie doch gleichzeitig: die Freiheit, seine Verantwortung abzugeben, die Freiheit, nicht handeln zu müssen... wer kennt nicht das "Pflichtgefühl", Zärtlichkeiten zurückzugeben, wenn man sie erfährt? Seile machen wehrlos, schutzlos, verletzlich - und schenken doch Geborgenheit, umarmen, halten einen... Babys wickelt man in Tücher, um ihnen das geborgene Gefühl vom Mutterleib zu geben...

Die philosophischen und psychologischen Betrachtungen vollständig zu betrachten,  würde sicher jetzt den Rahmen sprengen... was bleibt ist die Faszination... die Faszination der Paradoxien...

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